Kleines Nachschlagewerk Informatik
Eigene Routinen (Methoden)
Worum geht es?
Wenn ein Programm aus mehreren tausend Zeilen besteht, wird es sehr schwer lesbar. Eine Zerlegung in einzelne (logische) Blöcke ist sinnvoll.

Ebenso kann es sein, dass Code doppelt benötigt wird. Dann sollte man ihn nicht doppelt schreiben. Das kostet erstens Platz, zweitens vergisst man Teile, wenn man Fehler korrigiert.

Die Defintion eigener Routinen, die Code unter einem Namen zusammenfassen, ist eine Lösung.

Hinweis: Natürlich haben die Routinen, in Java und anderen OOP-Sprachen Methoden genannt, noch weitere Bedeutung. Dazu mehr im Kapitel über OOP.
Wie legt man eine eigene Routine an?
Der Code, welcher ein Array mit Werten füllt, soll mehrfach verwendet werden. In der Klasse muss deshalb eine Routine angelegt werden.

      void fuelleArrayMitWerten(int[] array, int wert)
      {
          for (int i = 0; i < array.length; i++)
          {
              array[i] = wert;
          }
      }
            
void besagt, dass kein Wert zurück gegeben wird. array und wert sind Parameter, die beim Aufruf angegeben werden müssen. Ein Aufruf an anderer Stelle des Programms könnte dann so aussehen:

      int[] meinArray = new int[20];
      ...
      fuelleArrayMitWerten(meinArray, 0);
      ...
            
Datenübergabe
Routinen bekommen (oft) Daten zur Verarbeitung. In vorherigem Beispiel waren dies das Array und der Füllwert. Hier muss man zwischen einfachen Typen (int, double,...) und komplexeren Typen (Zeichenketten, Arrays,...) unterscheiden.

Bei ersteren wird nur der Wert übergeben. Verändert man in der Routine die Variable wert, so merkt man das außerhalb, also nach dem Aufruf nicht. Man spricht von Call By Value, weil nur der Wert, nicht aber die Variable übergeben wird.

Beim Array wird nicht das ganze Array, sondern nur seine Adresse übergeben. Man spricht von Call By Reference. Änderungen im Array bleiben nach dem Aufruf erhalten.
Datenrückgabe
Arbeitet man mit einfachen Typen und möchte ein Ergebnis zurück geben, so muss man das bei der Definition angeben und den Wert selbst mit return zurück geben.

      double berechneQuadrat(double wert)
      {
          double quadrat = wert * wert;
          return quadrat;
      }
            
In der ersten Zeile sagt man, dass die Routine einen Wert zurück gibt, und zwar eine double-Variable. In der Vorletzten Zeile selbst erfolgt die Rückgabe.
Sichtbarkeiten
Schaut man sich durch NetBeans (oder eine andere IDE) angelegte Routinen an, so sieht man häufig noch Bezeichner wie private, public etc. Dies ist hier vorerst nicht von Bedeutung und wird im Bereich über OOP besprochen.