Kleines Nachschlagewerk Informatik
Programmplanung
Worum geht es?
Programme sind sehr komplex und man hat weiterhin das Problem der Syntax der Programmiersprache. Es ist unvernünftig, sich beiden Probleme gleichzeit zu widmen.

Zuerst wird der Algorithmus geplant. Erst wenn man weiß, was man tut (tun will), setzt man sich an den Computer und programmiert. Es gibt verschiedene Arten der Planung.
Grundidee
Es empfiehlt sich, die Grundidee des Algorithmus in wenigen Sätzen aufzuschreiben.

Beispiel Primzahlentest: Man dividiert die Zahl durch alle Zahlen, die größer 1 und kleiner als die Hälfte der Testzahl sind und prüft, ob das Ergebnis ganzzahlig ist bzw. ob ein Rest bleibt. Bleibt zumindest einmal kein Rest, ist es keine Primzahl.
Ablaufplan
Ein Programm ist eine Folge von Anweisungen. Diese Anweisungen kann man auch allgemein, also ohne Beachtung der Regeln einer Programmiersprache, aufschreiben. Den Ablauf kann man durch Pfeile verdeutlichen.

Die Einzelschritte entsprechen der Komplexität typischer Befehle einer Programmiersprache (Schleife, Zuweisung etc.).

Beispiel: Primzahlentest



Pseudocode
Wenn man am Ende eine Planung in ein Programm überführt, ist es naheliegend, die Struktur auch schon bei der Planung verwenden. Pseudocode nutzt als die Struktur eines Programms, kümmert sich aber nicht um die Syntax.

Beispiel: Primzahlentest

      setze a = 2
      solange a < testzahl / 2
          wenn testzahl / a keinen Rest hat
              Ausgabe "Kein Primzahl"
              Abbruch
          a = a + 1
            
Die Blöcke kann man durch Klammern trennen, wie in Java auch. Es ist aber auch möglich (und ganz praktisch), dies (wie in Python oder Spin) durch Einrücken zu tun.
schrittweise Planen
Es empfiehlt sich, Planungen schrittweise vom Allgemeinen zum Konkreten durchzuführen. Weiß man an einer Stelle, dass man den Test auf eine Primzahl benötigt, kann man auch erst einmal TestePrimzahl hinschreiben und sich im zweiten Schritt um den konkreten Algorithmus kümmern.