Kleines Nachschlagewerk Informatik
Die Grundsätze des Datenschutzes
Worum geht es?
Allgemeine Prinzipien sind keine Kriterien zur exakten rechtlichen Bewertung eines Anwendungsfalles. Sie sollen lediglich die Grundlagen, nach denen Gesetze gemacht werden, darstellen und das große Gebiet des Datenschutzes etwas ordnen. Sie sind somit zur Bewertung von Einzelfällen für den Informatikunterricht, der von juristischen Laien gehalten und besucht wird, brauchbar, ersetzen aber keine Bewertung durch einen Juristen.
Informationelle Selbstbestimmung
Jeder hat das Recht, über seine Daten selbst zu entscheiden. Dahinter verbirgt sich recht viel, so dass dies ein eigenes Kapitel bekommt.
Datenvermeidung
Das Erheben von Daten sollte vermieden werden. Möchte man Daten erheben, muss man also die Notwendigkeit darstellen.
Datenreduktion
Es sollten so wenig Daten wie möglich erhoben werden. Hat man gezeigt, dass man zu einem Vorgang Daten erheben muss, muss man sich weiterhin auf die wirklich notwendigen Daten beschränken.
Datenintegrität
Es muss sichergestellt sein, dass die Daten korrekt sind. Neben korrekter Erfassung geht es hier vor allem um technische Aspekte der Verarbeitung und deren Korrektheit.
Zweckbindung
Daten sind für einen bestimmten Zweck erhoben worden. Sie dürfen für andere Zwecke nicht verwendet werden.

Beispiele sind die Verwendung von Mautdaten bei der Suche nach dem sogenannten Rastplatzmörder oder die wiederholte Verwendung von DNA-Proben.
Transparenz
Die Art der Datenverarbeitung und Datenerhebung muss einsichtig sein und muss auf Wunsch dargelegt werden.
Vertraulichkeit
Daten sind vertraulich zu behandeln. Dazu gehören auch technische Maßnahmen wie Zugriffskontrolle, damit nur die Personen Zugriff auf die Daten, die sie auch benötigen und für deren Nutzung qualifiziert sind.