Kleines Nachschlagewerk Informatik
UML
Worum geht es?
UML versucht, die ganze Welt zu beschreiben. Insofern wird der Begriff UML hier nicht ganz korrekt verwendet, denn es geht nur um Klassendiagramme und Objektdiagramme.

Diese Diagramme sollen Eigenschaften und Beziehungen von Klassen und Objekten grafisch darstellen.

Man kann vereinfacht sagen: Was Struktogramme und Programmablaufpläne für die Algorithmik sind, sind UML-Diagramme für die objektorientierte Programmierung.
Klassendiagramme
Ein Klassendiagramm zeigt die Klassen und ihre Beziehungen zueinander. Jede Klasse wird durch eine Box dargestellt, die den Namen, die Attribute und die Methoden enthält.





Dieses Beispiel zeigt eine solche Klassenkarte für das schon mehrfach erwähnte Auto. Die Zeichen vor den Namen geben die Sichtbarkeit an, siehe dort .

Mehr zu den Beziehungen zwischen den Klassen gibt es hier .
Objektdiagramme
Objektdiagramme zeigen Beziehungen zwischen Objekten an, verdeutlichen also einen ganz bestimmten Zustand des Programms zu einem Zeitpunkt. Ein Klassendiagramm zeigt also die Klassen, auf die ein Programm zurückgreifen kann. Ein Objektdiagramm zeigt einen Zustand während der Programmausführung, wo schon diverse Objekte der Klassen erzeugt wurden.

In Bezug auf die Formalitäten ist man bei Objektdiagrammen meist lockerer. Wichtig ist die Unterscheidung der Objekte. Dies kann der (Variablen-) Name sein, aber auch das wichtigste Attribut reicht (wie bei der Nutzung bei Datenstrukturen) oftmals aus. Auch gibt man nur die Attribute an, die momentan interessieren.

Das folgende simple Objektdiagramm zeigt zum einen ein Objekt der Klasse AutoManager, welches gerade drei Autos verwalten muss. Das zweite Beispiel kann eine Liste sein, die momentan drei Werte gespeichert hat. Alles Unwesentliche wurde weggelassen.