Kleines Nachschlagewerk Informatik
Informationelle Selbstbestimmung
Worum geht es?
Datenschutzfragen umfassen nicht nur die Sicht desjenigen, der daten erhebt. Ebenso geht es um die Rechte des Einzelnen, über seine Daten und deren Verwendung zu entscheiden.
Recht auf Auskunft
Man kann Auskunft erhalten, welche Daten gespeichert werden. Man kann ebenso Auskunft erhalten, an wen Daten weitergegeben wurden.
Recht auf Korrektur
Man kann die Korrektur falscher Daten verlangen.
Recht auf Löschung
Man kann die Löschung von Daten einfordern. Wurden Daten weitergegeben, ist der "Lieferant" für die Löschung bei den "Kunden" verantwortlich.
Einschränkung
Es gilt das Verbotsprinzip mit Erlaubnisvorbehalt. Somit kann der Gesetzgeber immer in begründeten Fällen Ausnahmen zulassen.

Achtung, öffentliches Interesse kann dem Recht entgegen stehen. Ebenso haben Personen des öffentlichen Lebens weniger Möglichkeiten, bestimmte Veröffentlichungen unterbinden zu lassen.
Hilfe
Wenn man oben genannte Rechte in Anspruch nehmen möchte, wendet man sich zuerst an die Firma, Behörde etc. Besonders bei (mittleren und größeren) Firmen hat man meist relativ schnell Erfolg, da diese Firmen auch auf ihren Ruf achten.

Hat man jedoch keinen Erfolg, kann man sich an den Datenschutzbeauftragten bzw. die Verbraucherzentrale wenden.
Rechtliche Grundlage
Die hier angeführten Rechte beziehen sich auf die Paragraphen 19 bis 21 des Bundesdatenschutzgesetzes. Den Wortlaut findet man hier .
Recht am eigenen Bild
Zur informationellen Selbstbestimmung gehört auch das Recht am eigenen Bild. Da sich dies nicht nur aus dem Datenschutz speist und mehr Umfang beansprucht, gibt es ein eigenes Kapitel .