Kleines Nachschlagewerk Informatik
Processing
Worum geht es?
Processing ist das Werkzeug, wo alles so klappt, wie man es sich wünscht. Naja, vielleicht nicht alles, aber Processing kann sehr viel.

Processing ist eine Programmierumgebung, mit der man trotz Textsprache sehr schnell Resultate erzielen kann. Processing eignet sich vor allem für Multimediaanwendungen und Steuerungsaufgaben.
Möglichkeiten




Processing bietet eine einfache Sprache, die an Java erinnert und mit der erfahrene Programmierer sehr schnell zurechtkommen. Schön ist, dass man sich auf das Wesentliche konzentriert, um schnell Resultate zu bekommen (Siehe Programmaufbau).

Processing eignet sich vor allem für Processing ist nicht geeignet für Programme mit klassischen Oberflächenelementen (Button, Slider etc.).
Programmaufbau
Ein Programm in Processing besteht aus einer Menge von Standardfunktionen, die vom dahinterliegenden System zu gegebener Zeit aufgerufen werden.

      void setup()
      {
          // wird zu Beginn aufgerufen
      }
      void draw()
      {
          // wird immer dann aufgerufen, wenn das Fenster
          // neu gezeichnet werden muss
      }
      void stop()
      {
          // am Ende, kann man weglassen
      }
            
Maus- und Tastaturereignisse bearbeitet man ebenso. Die daten stehen dann in vorbereiteten Variablen (mouseX etc.).

      void mousePressed()
      {
      }
      void mouseMoved()
      {
      }
            
Auf der Seite www.processing.org findet man eine sehr gute Übersicht aller möglichen Funktionen.
Download und Installation
Processing kann man für MacOS, Linux und Windows von der Seite www.processing.org laden.

Unter Linux wird das Archiv einfach entpackt, processing kann man sofort starten.
Bibliotheken nachrüsten
Bibliotheken werden einfach in das Library-Verzeichnis des Sketchbooks (ein Programm nennt man unter Processing Sketch) kopiert. Processing muss danach neu gestartet werden.
Processing und Android
Seit Version 2 kann Processing auch Programme für Android (konkret 2.3.3) erzeugen. Voraussetzung ist Googles Entwicklungsumgebung, die 2.3.3 Sources und ein passendes virtuelles (oder reelles) Device. Das Ganze ist aber noch sehr buggy!
Arduino
Dem Arduino-Programmierer kommt Processing natürlich bekannt vor. Die Arduino-IDE ist nichts weiter als eine weitere Abwandlung der Processing-Software.